Musik mache' ich schon seit meinem fünften Lebensjahr -
da lernte ich zuerst einmal Blockflöte spielen und mit sieben begann ich mit der Violine -
das reichte fürs Schulorchester und bis zum zwölften Lebensjahr
- dann war's ziemlich 'Ende der Fahnenstange'
kein Interesse mehr, fad, ewig üben, jede Woche zum Lehrer
wer kennt das nicht ?
Mit vierzehn durfte ich einen mehrwöchigen Urlaub in Kroatien (erstmals ohne Eltern !) erleben -
und da kam der erste musikalische Schock auf mich zu: Ich, der Mozart, Haydn, Händel und Beethoven normalerweise schon beim ersten Hören erkannte,
konnte Scott McKenzie"s 'San Franciso' von 'Massachusetts' der BeeGees NICHT unterscheiden - sehr zum Gaudium meiner gleichaltrigen Miturlauber -
und bei den Mädels war ich damit sowieso unten durch - Pech gehabt, wrong tune
Als ich aus Kroatien heimkam, und einen (damals noch jungen) alten Freund und Schulkollegen besuchte, drang mir von Weitem bereits Lärm und 'Tschinn Bumm'
entgegen
- eine Band unter Schulkollegen hatte sich in meiner Abwesenheit formiert und spielte auf einem alten, jämmerlich verstimmten Klavier, einer Fiedel,
zwei uralten Gitarren (eine - als Pseudobass - eine Oktave tiefer gestimmt) auf voll aufgedrehten Röhrenradios und einem abgehalfterten Schlagzeug
'Pop' - richtig: 'Massachusetts' war dabei
Drei oder vier Besuche später war mir klar: die Mitspieler wechseln schneller als die Unterhosen, und jeder, der ein Instrument mitbringt, darf mitspielen ich hatte eine charmante Nachbarin, in deren Zimmer zur Dekoration eine nicht bespielte, halbakustische Gitarre von Eko hing - die durfte ich mir am Wochenende immer zum Proben ausborgen - ein paar Griffe waren schnell gelernt
In der folgenden Zeit begannen sich die Fluktuation der Mitmusizierenden etwas zu verringern, es kristallisierte sich so was wie eine Standardbesetzung heraus:
Bass, zwei Gitarren, Fiedel, Schlagzeug und drei Stimmen
Irgendwann entdeckte Einer, dass unser Sänger besser Gitarre spielte als ich, und ich dafür (angeblich) besser sang als er
schwupps - getauscht war's,
und ich hatte für die nächsten (ich weiί nicht mehr wie viele) Jahre meine Rolle als Sänger und Frontmann kleben
dabei wollte ich eigentlich immer nur Bass spielen und Background Vocals singen.
Aus diesem ersten Projekt (nach einem USA-Aufenthalt von Schlagzeuger und Gitarrist) mit dem schwermütig sinnlosen Namen 'josemites guy' (benannt),
entwickelte sich nach ein paar Umbesetzungen die Band 'Happy Sound', die sich über die Jahre hinweg in die 'Happy Sound Corporation' und schlussendlich
zur 'Sound Corporation' wandelte - und die heute (nach inzwischen schon 37 Jahren), passende Anlässe vorausgesetzt, noch immer auf die Bühne geht -
so jetzt wisst Ihr, wie alt ich schon etwa sein muss ;-) - und bei Voll- und Originalbesetzung mit immerhin ca. 350 Jahren Gesamtalter *lol*-
PopRock aus den 60ern und 70ern spielt
Wir wurden beim schon damals in der Steiermark gut etablierten Nachwuchs-Wettbewerb, der NZ-Chance, im Finale Dritte -
und standen später mit Einigen, die heute unter dem Begriff 'Legenden des Styria-/Austropop' laufen, irgendwann auf der Bühne:
Hide and Seek, Waterloo & Robinson, Wilfried Scheutz, Magic 69, Jazz Messengers, Music Machine, Mashuun, Al Cook, Alex Rehak, Jimmy Cogan
Irgendwann gab's dann Differenzen - ich warf das Handtuch, heuerte als Gitarrist und Keyboarder bei einer Nachwuchsband (haha, die Jungs waren
damals gerade eineinhalb Jahre jünger
aber so ist das
) namens 'Inside' an, aus der nach ein bisserl Umformieren 'Constellation' entstand -
meiner Meinung nach immer noch das kreativste meiner Projekte, vier Stimmen, drei Songschreiber und Auftritte mit Opus, Schmetterlingen, den Hubbubs
zwei Sets mit eigenen Songs - dazu ein paar Klassiker des MegaPop - wir spielten *nichtsahnend* bereits 1972 Dinge, die Jahre später als 'Phillisound'
bekannt wurden
auch die neue Band wurde im Finale der NZ-Chance wieder Dritte
ich wurde, diesmal nur mit einem akustischen Wandervöglein bewaffnet, mit
einem 'Selbergerebelten' als Solist allerdings Zweiter *beg*
Und wie das Schicksal so spielt, waren es der 'Liebe zarte Triebe', die dieses Projekt killten: der Sologitarrist heiratete
.
Wir waren damals noch nicht so erfahren, dass wir evtl. gezielt einen neuen Gitarristen gesucht oder gar Auditions veranstaltet hätten -
diverse Versuche zur Umgestaltung scheiterten
Während der Zeit mit 'Constellation' geschah noch etwas Anderes:
ich wurde durch die Initiative des Vorsitzenden eines lokalen Gesangvereines in die aktive, lokale Chorsängerschaft eingeführt -
ab diesem Zeitpunkt lief mein musikalisches Leben immer zweigeteilt ab: chorisches Musizieren und Bands -
Ich erlernte ansatzweise das Handwerk eines Chorleiters, habe in weiterer Folge auch da und dort einmal eine Zeitlang 'Chor gelitten'
(*äh* oder heisst es 'geleitet' ?)
Kurz nach dem Beginn meines Studiums an der TU in Graz entstand als erstes kommerzielles Projekt die Tanzband 'Skylights' - nach der *bescheidenen* überlegung: "White Stars, Red Stars, Regenbogen, Golden Sunshine sind alle Eines: Himmelslichter" - von der ich später zur 'Walter Gaich Group' vulgo 'Bee Burns' abengagiert wurde - hier traf ich zum ersten Mal auf Walter Krammer, dessen Band 'Universe' immer für uns einsprang, wenn wir aus irgendwelchen Gründen verhindert waren, unser Dauerengagement im Unterhaltungskeller eines Hotels in Deutschlandsberg zu erfüllen - naja, die Welt ist ein Haufendorf
Im chorischen Bereich ging es während der Studienzeiten als Sänger zuerst zum 'Collegium musicum vocale' an der Uni Graz, und dann in den Grazer Concertchor, dem ich, sofern Zeit bleibt, auch heute noch aktiv verbunden bin.
Der Studienabschluss brachte einen Einschnitt - der berufliche Wechsel nach Wien erzwang mittelfristig den Abbruch aller lokalen Aktivitäten - und eröffnete gleichzeitig in Wien selbst die Riesenchance, das dortige Musikleben auszuloten: als Tenor im Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde durfte ich beinahe 15 Jahre in der Weltspitze der klassischen Musik musizieren, lernte in vielen Tourneen weite Teile unserer Welt kennen und konnte mit einigen der gröίten Dirigenten und Orchester der Welt auf der Bühne stehen -
In dieser Zeit begann ich, in einem Vorgängerensemble der Stadtpfeiffer (endlich) Bass zu spielen, später stellte die Band 'Action 48' im kommerziellen Bereich und zum Schluss das Quartett 'Just4Fun' den Platz für diese Aktivitäten - mit diesen Ensembles durfte ich u.a. in der Universität, den Palais Ferstl und Auersperg und dem Parkhotel Hietzing 'aufgeigen' -
Mehr als ein Jahrzehnt später, wieder zurück in Graz, ging mir eines Wochenendes irgendwas ab ach ja, das Musizieren - und durch Zufall fand ich ein Inserat: 'Tanz- und Galaband sucht Bassisten mit Gesang' - zuerst ein sondierender Anruf: passt das Alter in etwa ? was wird gespielt ? welche Referenzen ? wie oft wird gespielt ? und dann, nach der Erwähnung der 'Walter Gaich Group' - "hast Du damals 'A Chi' gesungen ?" "nein, war ich leider nicht - aber - wieso kennst Du ?" "na - ich bin der Schlagzeuger von Universe, der mit den Schneckerln" "ach ja" jaja, die Welt ist ein Haufendorf
Irgendwie hat es dann mit der Audition geklappt, wir kamen zusammen, Walter und ich sind's heute noch
Inzwischen schafft er es, mir einzureden, dass ich auch den einen oder anderen Song vokalistisch führend interpretieren soll,
aber am Liebsten mache ich immer noch
!!! RICHTIG !!!
Bass spielen und Background Vocals singen
Keep Groovin' -
Heinz -
Mr. 150.000 Gramm - das ist eine 'Menge Masse' !!
Meine weiteren Projekte:
Okemah - Old Time Country Music & Gospel
Custom5 - Rockabilly at its Best
Soundman Publishing and Recording - mein Musikverlag und mein Produktionsbetrieb